März

Wärme allein genügt dem

Keimling nicht

 

Im März ziehen viele Gärtner im Gewächshaus oder am Fensterbrett Gemüse, Salat und Blumen vor. Von Wärme allein lassen sich die Keimlinge allerdings nicht aus der

Samenschale locken. Sie benötigen außerdem:

 

Wasser zum Quellen

Samen enthalten zwar ein Kraftpaket an Nährstoffen. Ihr Feuchtigkeitsgehalt ist jedoch minimal, einerseits aus Platz und Gewichtsgründen, andererseits, um Bakterien und Pilzen keine Chance

zu geben. Liegen sie in einer feuchten Umgebung, quellen die Samen. Dadurch kommt der Stoffwechsel in Gang und der Embryo bereitet sich auf das Keimen vor. Trocknen Samen während der Keimung aus, stirbt der Embryo. Das passiert häufig bei feinen Samen, zum Beispiel bei Möhren.

 

Sauerstoff zum Atmen

Der Keimling benötigt viel Energie für seinen Kraftakt. Diese bezieht er aus seinem Nährstoff-Vorrat, indem er ihn veratmet. Dazu benötigt er reichlich Sauerstoff. Fehlt dieser, wird die Keimung abgebrochen. Nur in lockerer, luftdurchlässiger Aussaaterde dringt genügend Sauerstoff zu den Samen vor und die Keimung kommt zügig voran. In zu feuchter Erde ersticken die Samen. Sobald der Stoffwechsel auf Touren kommt, ist das Nährstoff-Depot innerhalb weniger Tage geleert.

 

Wärme heizt ein

Je wärmer es ist, desto schneller läuft das Keimprogramm ab. Die optimale Keimtemperatur hängt von der Pflanzenart ab. Ist die Temperatur zu niedrig (und die Erde zu feucht), verfault der Same. In der Regel keimen Samen besonders schnell bei Temperaturen wie sie für das spätere Wachstum

optimal sind.

 

Die Eisheiligen abwarten

Drücken Sie feines Saatgut nach der Aussaat leicht fest, über gröberes siebt man eine dünne Schicht Erde. Sobald sich zwischen den Keimblättern erste Laubblätter zeigen, können die Sämlinge pikiert, das heißt versetzt werden. Verwenden Sie dazu einen Pikierstab. Nach den Eisheiligen (heuer 12. bis 14. Mai) können die Gemüsepflanzen ins Freie gesetzt werden.

 

Die Gartenliesel rät:

 

Frühjahrsputz im Garten

Dürre Zweige und Stauden werden abgeschnitten, Laubreste entfernt. Vor allem der Rasen muss von Laub, Ästen und Baumfrüchten wie Eicheln oder Kastanien gesäubert werden, da sonst die Gräser faulen.

 

Gemüsebeete neu anlegen

Gemüsebeete legt man alle gleich breit an, und zwar so, dass man bequem von den Rändern in die Beetmitte greifen kann. Die normale Beetbreite beträgt 1,20 m. Die Pfade zwischen den Beeten sollten jeweils 30 cm breit sein. Am besten spannt man sich eine Schnur und tritt mit den Füßen, rechts und links der Schnur, den Boden einfach fest.

 

Kräuter als Beeteinfassung

Petersilie, Zitronenmelisse, Borretsch und Schnittlauch werden direkt in die Beete gesät. Als äußerst praktisch haben sich Beeteinfassungen mit diesen Kräutern erwiesen. Zum einen sehen sie sehr dekorativ aus, zum anderen kann man so stets trockenen Fußes die frischen Kräuter ernten.

 

 

 

 

 

Gemüsesaison

Im Folientunnel oder unter Vlies können einige Gemüsearten schon direkt in den Boden gesät werden, z. B. Möhren, Zwiebeln, Mangold und Chicorée. Im Frühbeet können Sie bereits Kopfsalat, Eissalat oder Rettich pflanzen. Auch winterharte Kräuter kann man bei frostfreiem Boden jetzt pflanzen, z. B. Liebstöckel, Zitronenmelisse oder Rhabarber.

 

Direkte Aussaat

Möhren, Pastinaken, Schwarzwurzeln und Rettiche, aber auch Rucola, Kerbel und Dill kann man jetzt in Reihen aussäen. Steckzwiebeln soll man nur so tief pflanzen, dass die Spitze noch zu sehen ist.

 

Knoblauch zu den Erdbeeren

Knoblauch gilt als ein natürliches Mittel gegen Grauschimmel (Botrytis) bei Erdbeeren und sorgt zu dem für aromatischere Früchte und eine reichere Ernte. Dafür steckt man jetzt Knoblauchzehen in die Erde, entweder außen am Beet entlang oder dicht neben jede Pflanze. Ab Juli kann man ihn ernten.

 

Gartenarbeiten mit dem Mond

Der Mond geht seit 7. März über sich und nimmt ab 15. März (Neumond) zu.

 

Freitag, 12. März Wassermann, Blüte

 

Samstag, 13. März Fische, Blatt

 

Sonntag, 14. März Fische, Blatt

 

Montag, 15. März Fische, Blatt

 

Dienstag, 16. März Widder, Frucht

 

Mittwoch, 17. März Widder, Frucht

 

Donnerstag, 18. März Stier, Wurzel

 

Fischetage sind sehr günstig zum Setzen und Säen von Blattgemüse, zum Gießen von Zimmerpflanzen sowie zum Düngen von Blumen. An diesen Tagen sollte man das Ausschneiden

von Obstbäumen und -sträuchern vermeiden. Dafür sind die Stiertage günstig zum Säen und

Pflanzen von Bäumen, Büschen und Hecken: Alles wächst langsam und wird dauerhaft.