Rhabarber pflanzen und ernten

Im Mai kann man im Garten wieder frischen Rhabarber ernten! Hier erklären wir Ihnen, wie Sie das aromatische Stielgemüse richtig pflanzen und pflegen.

Leicht säuerlich, aber sehr erfrischend: Die Rhabarber-Stängel haben einen unverwechselbaren Geschmack und lassen sich jetzt frisch aus dem Garten zu leckeren Desserts, Konfitüren und Kuchen verarbeiten. Wie gut, dass Rhabarber eine ebenso unkomplizierte wie pflegeleichte Pflanze ist, die in jedem Garten und sogar auf dem Balkon wächst.

Rhabarber ernten

Es gibt eine Reihe von Sorten, die sich in drei Gruppen einteilen lassen: Grünstielige Sorten mit grünem Fleisch (z. B. ‘Goliath’) entwickeln sich zu großen Pflanzen mit hohem Ertrag. Dafür sind sie relativ sauer. Deutlich milder sind Sorten mit rotem Stiel und grünem Fleisch (z. B. ‘Frambozen Rood’). Die dritte Gruppe schließlich besitzt sowohl rote Stängel als auch rotes Fleisch, das zart ist und wenig Säure enthält (z. B. ‘Holsteiner Blut’).

Die rotstieligen Sorten werden auch als „Himbeer“- oder „Erdbeer“-Rhabarber bezeichnet, weil ihr Aroma etwas an Beeren erinnert. Während man die zarten rotfleischigen Rhabarber-Stängel komplett verwendet, muss man ältere grünfleischige Sorten meist noch schälen. Schon beim Kappen der Stängel merken Sie, ob diese faserig sind. Die Fäden können Sie mit dem Messer abziehen. Generell gilt: Je älter die Stiele, desto holziger. Ernten Sie die Stängel daher noch jung, sobald sich die Blätter entfaltet haben.

Nach dem Johannistag am 24. Juni wird gewöhnlich kein Rhabarber mehr geerntet. Zum einen brauchen die Pflanzen nun Zeit, um sich von der Ernte zu erholen, zum anderen steigt auch der Oxalsäure-Gehalt in den Stängeln. Die Konzentrationen sind zwar gesundheitlich unbedenklich, aber dem Geschmack abträglich. Den Rest des Jahres schmücken die großen Blätter des Rhabarbers den Garten. Weitere Pflege ist in der Regel nicht nötig. Tipp: Lassen Sie bei kräftigen Pflanzen ruhig eine der beeindruckenden Blüten zur Zierde stehen.

Rhabarber richtig pflanzen und pflegen

Rhabarber ist eine robuste Pflanze, die selten von Schädlingen oder Krankheiten befallen wird. Pflanzen Sie ihn am besten an einen sonnigen Platz. Er kommt aber auch im lichten Schatten zurecht, beispielsweise unter einem kleinen Obstbaum. Wichtig ist, dass er in lockerer Erde wächst, wo sich sein Wurzelwerk voll entfalten kann. Die großen Blätter verdunsten viel Wasser, gut eingewurzelte Pflanzen müssen Sie aber in der Regel nicht gießen. Nur bei trockener Witterung im Frühjahr sollten Sie zur Gießkanne greifen. Das kommt der Qualität der Stängel zugute, denn bei Wassermangel werden sie holzig.

Für das mächtige Blattwerk, das der Rhabarber jedes Jahr entwickelt, braucht er ausreichend Nährstoffe. Verteilen Sie zum Austrieb im März etwa drei bis fünf Liter reifen Kompost rund um die Pflanze. Alternativ können Sie mit Hornspänen oder Hornmehl düngen: Geben Sie zweimal im Frühjahr je eine Handvoll und arbeiten Sie sie leicht in den Boden ein. Ernten Sie nicht mehr als ein Drittel bis maximal die Hälfte der Stängel, sonst schwächen Sie die Pflanzen zu stark.