Pferdeäpfel sind ein ausgezeichneter Dünger, der sich auch frisch verwenden lässt

Düngen mit Pferdemist - biologische Gartenpflege

 

Pferdemist ist einer der besten und vielseitigsten Dünger. Das Düngen ist mit frischem, getrocknetem und kompostiertem Mist möglich.

Die Vorteile von Pferdemist

Der Kot von Pflanzenfressern ist reich an Nährstoffen, die für die Entwicklung von Pflanzen wichtig sind. Da das Pferd kein Wiederkäuer ist, enthält Pferdedung mehr unverdaute Pflanzenfasern als Kuhdung. Der hohe Zelluloseanteil verrottet im Boden zu Humus und verbessert die Struktur. 

Das organische Material bindet Wasser. Mit Pferdeäpfeln gedüngter Boden trocknet also nur langsam aus. Pferde erhalten kein eiweißreiches Kraftfutter wie Rinder, die Ausscheidungen enthalten aus diesem Grund weniger Stickstoffverbindungen. Pferdemist belastet die Umwelt nicht mit giftigen Nitraten, welche sich in Pflanzen anreichern. Er ist daher ideal zum Düngen von Blattgemüse. 

Frischer Pferdemist erhöht die Bodentemperatur, ein großer Vorteil in Frühbeeten. Der Mist gibt die Nährstoffe nach und nach ab, hat also die Wirkung eines Langzeitdüngers. Aus diesem Grund geben viele Gärtner beim Pflanzen von Rosen Pferdemist ins Pflanzloch.

Pferdeäpfel richtig kompostieren

Größere Mengen Pferdemist zu kompostieren ist schwierig, da in der Anfangsphase hohe Temperaturen entstehen und die Geruchsbelästigung erheblich ist.

Frische nasse Pferdeäpfel zersetzen sich durch Bakterien. Dabei entstehen Temperaturen von bis zu 80 Grad Celsius, welche die Bakterien töten. Ein Zuschlag von Betonit und ständiges Kühlen mit Wasser verhindern zu hohe Temperaturen. Um in den ersten sechs Monaten die Temperatur zu regulieren, ist ein Kompostthermometer wichtig.

Steigt die Temperatur nicht mehr an, kommen rote Mistwürmer (Eisenia foetida) zum Einsatz. Es ist ratsam, diese zu kaufen und gezielt anzusiedeln. Sie verwandeln den Mist im Lauf von sechs bis neun Monaten in reine Komposterde um, die weder nach Stall riecht noch Gärwärme freisetzt.

Viele Reiterhöfe geben sowohl frischen als auch kompostierten Pferdemist zum Düngen an Gärtner ab. Da er aus Ställen stammt, ist mit Urin getränktes Stroh enthalten, welches den Nährstoff- und Humusanteil erhöht.

Düngen mit Mist - verschiedene Möglichkeiten

Pferdedung muss generell nicht kompostiert werden und ist frisch als Dünger geeignet. Eine traditionelle Verwendung ist der Bau eines Mist- oder Frühbeetes: Der Gärtner verteilt frischen Pferdemist auf dem Gartenboden und bedeckt ihn mit einer dicken Schicht Gartenerde.

Der sich zersetzende Mist düngt und erwärmt die Erde. Durch die erhöhte Bodentemperatur beginnt Saatgut früher zu keimen und Pflanzen wachsen schneller. Im Laufe eines Jahres entsteht auf diese Art völlig geruchlos Kompost, der im Folgejahr als Dünger geeignet ist.

Auch mit getrocknetem Mist lässt sich düngen, jedoch ist das Trocknen des Dungs in Eigenregie wenig ratsam. Denn die Geruchsbelästigung durch Ammoniak-Ausdünstungen ist erheblich. Praktisch: Getrockneter Pferdemist ist im Landhandel erhältlich.

Es genügt, den trockenen Dünger um die Pflanzen herum auszustreuen. Ein Einarbeiten ins Erdreich ist bei pelletiertem Mist nicht erforderlich. Ganze Pferdeäpfel sollten besser mit Erde bedeckt werden.

Die dritte Möglichkeit ist, fertigt kompostierten Mist in den Beeten zu verteilen. Um den Boden gleichzeitig zu lockern, ist der Kompost mit einer Grabgabel einzuarbeiten.

 

Blattgemüse wächst sinnvollerweise auf dem Mistbeet. Ansonsten ist der Einsatz von Kompost oder getrocknetem Mist möglich. Zum Düngen von Rosen sollte das Pflanzloch doppelt so tief sein wie die Länge der Wurzeln. In den unteren Bereich kommt eine Schaufel frischen Mist, darüber Erde. Später ist Komposterde oder getrockneter Mist der beste Dünger.